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Offene Fragen zu erster Nepalreise (kurzer Trek 6-7 Tage)

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  • Offene Fragen zu erster Nepalreise (kurzer Trek 6-7 Tage)

    Hallo zusammen,

    Ende März/Anfang April werden meine Frau und ich zum ersten Mal für ca. 2 Wochen nach Nepal reisen. Unser Plan ist, dabei auch einen 6-7-tägigen Trek zu unternehmen.
    Bei der Recherche haben die Beiträge im Forum und die Infos auf nepal-dia.de sehr geholfen, dafür schon mal vielen herzlichen Dank an Andrées und die Community!
    Bei ein paar Punkten sind wir noch unsicher und würden uns über das Feedback von erfahrenen Nepal-Reisenden sehr freuen.

    1. Zur Auswahl des Treks: Bisher sind uns hier ein sechstägiger Annapurna-Basecamp-Trek und der Poon-Hill-Trek ins Auge gefallen. Würdet ihr einen von beiden zu der Jahreszeit eher empfehlen? (Oder sogar etwas ganz anderes?)

    2. Bezügl. Lodges unterwegs: Was sind hier aktuell auf diesen Routen übliche Kosten für Unterkunft und Essen? In einem Erfahrungsbericht von 2014 las ich etwas von 2,50€ pro Nacht und sehr günstigem Essen; ein Guide, den ich diese Woche angeschrieben habe, nannte die Summe von 30$ pro Person (!) für Unterkunft und Verpflegung pro Tag, was mir viel erscheint.

    3. Muss man auf diesen Strecken einen Schlafsack dabeihaben, um in Lodges zu übernachten?

    4. In manchen Berichten las ich, dass Reisende das Gepäck, das während des Treks nicht benötigt wird, im Hotel in Pokhara/Kathmandu lassen. Ist es hier der gängige Weg, auch während des Treks ein Hotelzimmer zu buchen und nur für das Gepäck zu nutzen, oder bieten Hotels einen Aufbewahrungsservice?

    5. Wenn man beim Reisegepäck für einen einfachen und kurzen Trek minimalistisch bleibt, sind diese (vermutlich sehr touristischen) Strecken dann auch ohne Guide oder Porter gut machbar?

    6. Wenn wir uns für eine Lösung mit (Porter-)Guide entscheiden, tendiere ich eher dazu, diesen nicht als Komplettpaket mit einer Agentur, sondern separat zu beauftragen, in der Hoffnung, dass dann mehr Geld beim Führer selbst ankommt und weniger Vermittlungsmarge anfällt. Daher habe ich von der langen Liste auf nepal-dia.de (auch hierfür vielen Dank an alle!) mehrere Guides per E-Mail kontaktiert, um mich nach Konditionen zu erkundigen. Ist es überhaupt empfehlenswert, sich von Deutschland aus darum zu kümmern, oder bekommt man am Ende vor Ort vielleicht bessere Angebote, ohne sich vorher unnötig "binden" zu müssen? (Wenn ja, was wären vor Ort sinnvolle Wege? Im Hotel fragen?)

    7. Was sind die üblichen Zahlungsmodalitäten für Porterguides? Trifft man sich vor Ort und zahlt die Summe für den gesamten Trek vorab in bar? Oder in Teilzahlungen während des Treks? Ob ich mich auf eine Anzahlung übers Internet einlassen würde, falls erbeten, weiß ich nicht. Es ist nicht abzusehen, ob sich das Corona-Virus weiter ausbreitet und womöglich in ein paar Wochen auch Flüge/Einreise nach Nepal (für bestimmte Nationalitäten) abgesagt werden. In dem Fall würde man seine geleistete Anzahlung für einen Guide vermutlich nicht wiedersehen.

    8. Was sind realistische Tagessätze für Porterguides auf diesen Strecken? (Zu dem Thema hatte ich im Forum einen allgemeinen Thread von 2019 gefunden.) Von den Guides, die ich angeschrieben habe, haben viele einen Preis von 25$ genannt. Ist das marktüblich oder wird erwartet, dass ich hier herunterhandele?
    (Wie auf nepal-dia.de auch gelesen, hatte ich bei mehreren Rückmeldungen von angeschriebenen Guides den Eindruck, dass der Auftrag an einen anderen Porterguide untervergeben würde, der vom gezahlten Preis dann aber vermutlich nur einen Bruchteil abbekäme.) Mein Eindruck ist, dass die beiden Strecken nicht die anspruchsvollsten sind, somit bräuchten wir wohl niemanden mit besonders hoher Qualifikation oder großer Erfahrung, aber anständig versichert und lizensiert sollte er/sie aber natürlich schon sein.

    9. Was wird als Trinkgeld üblicherweise erwartet? Im Thread von 2018 schrieb jemand etwas von 20%, wobei ich nicht genau verstanden hatte, worauf sich die bezogen.

    10. Gibt es Tipps für Nepal-Souvenirs/-Waren, die es sich mitzunehmen lohnt, weil sie z.B. dort günstiger zu haben sind als in Deutschland? (Z.B. Currypaste, Reis o.ä.)

    Schon vorab Tausend Dank für euer Feedback!

  • #2
    Moin!
    Zu 1.: Treks für eine Woche gibt es in Nepal wirklich viele. ABC ist davon einer der beliebtesten und daher auch am vollsten. Ansonsten gibt's in der geichen Gegend noch die Trails zum Poon Hill, zum Mardi Himal, zu Mohara und Kopra Danda und im Westen dann weiter das Kali Gandaki Tal hoch. Das schöne an der Gegend ist, daß man die Treks nach belieben zerstückeln und kombinieren kann, weil das Netz an Wegen und die Dichte der Lodges sehr hoch ist. Man holt sich quasi nur das Permit, eine Wanderkarte und läuft los.
    Andere Treks für 1 Woche gibt's in der Langtang Gegend. Tamang Heritage Trail, Langtang Valley und Gosainkunda dauern alle auch ca. eine Woche. Auch die lassen sich individuell kombinieren.
    Welcher davon jetzt der richtige für Dich ist, kommt drauf an, was Dich am meisten interessiert: Komfortable Gasthäuser, spektakuläre Berge, etwas Einsamkeit, sonstige Natur (Wälder und so), Dorfleben, heiße Quellen...
    Alle davon sind sehr schön, aber durchaus unterschiedlich.
    2.: Der Guide hat Recht. Rechne mit 25 Euro pro Tag und Nase. Wenn Du nur Dal Bat isst und nicht viel Tee trinkst geht's günstiger. Bier, Softdrinkzeug und Schokoriegel kosten nochmal extra.
    3. Muss man nicht zwingend. Fast alle Gasthäuser bieten Dir Decken an. Die richen aber oftmals wenig vertrauenerweckend, also zumindest ein Hüttenschlafsack sollte es dann eigentlich schon sein. Über sagen wir 3000m wird's außerdem ziemlich kalt. Eine einzelne Decke kann da schon zu dünn sein. Ihr könnt übrigens in Kathmandu und Pokhara auch Schlafsäcke leihen für ca. 1 Euro am Tag.
    4. Wenn Du aus dem Hotel auscheckst, lässt Du einfach dort was Du nicht brauchst. Ein Zimmer brauchst Du natürlich nicht zu bezahlen deswegen. Allerdings erwartet das Hotel dann schon, dass Du nach Deinem Trek wieder dort nächtigst.
    5. Ja, wenn Du eine Karte lesen kannst und Erfahrung im Bergwandern hast, geht das ohne Guide. Gepäck ist halt Fitnessfrage, aber ich hab bisher immer alles selbst getragen.
    6. Wenn Du über eine Agentur buchst kannst Du davon ausgehen, dass der Guide versichert ist. Wenn er ein Freelancer ist, müsste er sich selbst drum kümmern (unbedingt bestätigen lassen!) oder im dümmsten Fall bist Du dafür verantwortlich wenn ihm was passiert, da Du quasi der Arbeitgeber bist. Allein deshalb empfehle ich eine Agentur, wenn Du Dich dazu entscheiden solltest einen Guide anzuheuern. Das kannst Du auch ganz einfach in Nepal machen. Die Straßen von Thamel (Kathmandu) und Lakeside (Pokhara) sind voll von Trekkingagenturen. Da kannst Du auch Preise vergleichen, bevor Du Dich entscheidest - nur immer drauf achten, daß das Angebot auch die gleichen Leistungen (Anzahl Tage) beinhaltet.
    7. Gegen Cash wird Vorort niemand etwas einzuwenden haben. Wenn Du vorab was überweist, würde ich ebenfalls vermuten verfällt das, wenn Du nicht aufkreuzt.
    8. Die 25$ erscheinen mir realistisch. Wenn er eine Lizenz hat, hat er auch die Qualifikation. Das nimmt sich nicht viel.
    9. Eine Tagesrate pro Woche wenn gut, zwei wenn sehr gut.
    10. Gute Daunenschlafsäcke mit kleinem Packmaß gibt's in Thamel. Ansonsten gibt's preiswerte Kleidung, wie Fleecejacken und so. Von Kuchzeugs weiß ich nichts.

    Aber nochmal: Wenn Du Erfahrung im Bergwandern hast, die Karte lesen kannst, evtl. Dir noch ein Buch zulegst (z.B. das von Andrees für die Annapurnagegend oder den gelben Outdoor Führer fürs Langtang) brauchst Du nicht unbedingt einen Guide.
    Außerdem vielleicht das Visum vorab holen, falls das Visa on arrival wegen Corona gestrichen wird.

    Schönen Abend noch und viel Spaß beim Trekken!

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    • #3
      Tausend Dank für die ausführliche Rückmeldung! Durch die nun aufgekommene Einreiseproblematik kommt mein Dank leider etwas verzögert.

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