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3 Wochen Nepal Ende September, Oktober oder November --> Three Passes Trekk?

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  • 3 Wochen Nepal Ende September, Oktober oder November --> Three Passes Trekk?

    Hallo Leute,

    ich möchte dieses Jahr ende September im Oktober oder November für 3 Wochen nach Nepal Wandern gehen. 2-3 Tage mehr wären auch nicht das Problem.
    Den Annapurna Circuit mit einem Abstecher zum Tilchio Lake habe ich 2015 gemacht und ich war absolut begeistert.

    Die Wanderung soll ohne Agentur, Porter oder Träger gemacht werden und ich habe mir überlegt vielleicht den 3 Passes Trekk zu laufen mit einem Abstecher zum Everest Base Camp und wenn genug Zeit ist mit ein paar weiteren kleinen Abstechern.

    Ich hätte jedoch noch ein paar Fragen dazu:

    So wie ich das gelesen habe, kann man die Tour komplett ohne Zelt gehen?
    Auf dem Annapurna Circuit hatte ich einen Schlafsack bis Komfort -2°C dabei. Habe den Schlafsack damals nur ein einziges Mal verwendet gehabt, ansonsten hat mir immer die Decke in den Unterkünften ausgereicht.
    Reicht der Komfortbereich auch für diesen Trekk, da man ja doch eine längere Zeit in höheren Höhen schläft? Gibt es auch in den Unterkünften dort Decken oder sollte zwingend ein anderer Schlafsack her? Ich hätte noch einen Sommerschlafsack mit +12 Komfort, Sollte ich den noch als Innenschlafsack oder als außen rum einpacken?
    Sollten Grödel eingepackt werden oder ist das unnötiger Ballast?

    Wie überlaufen muss ich mir den Trekk denn vorstellen? So, dass es manchmal schwer wird einen Platz in einer Unterkunft zu finden? Oder hält sich das alles im Rahmen?

    Kennt von euch vielleicht jemand eine Tour Company, die mir nur die Ausrüstung (Steigeisen, Pickel, Helm, Kleidung, Steigeisenfeste Stiefel) und den Führer für den Island Peak stellt, bis dorthin möchten wir allerdings alleine laufen. Kann mir aber nur schwer vorstellen, dass sowas überhaupt möglich ist.
    In Bolivien habe ich schon einmal einen 6000er mit entsprechender Ausrüstung bestiegen, bin also nicht komplett unwissend was das angeht.


    Gibt es andere Wanderungen für einen 3 Wochen Zeitraum die ihr mir ans Herz legen könnt?


    Danke und Grüße
    Dorimir

  • #2
    Servus Dorimir!

    Viele Fragen... ich versuch's mal.

    Originally posted by Dorimir View Post
    So wie ich das gelesen habe, kann man die Tour komplett ohne Zelt gehen?Dorimir
    Stimmt. Es gibt überall Lodges und die sind sogar sehr komfortabel. Die große Mehrheit mit Wifi und Western-Toilet. Also ein Zelt brauchst Du sicher nicht.


    Originally posted by Dorimir View Post
    Auf dem Annapurna Circuit hatte ich einen Schlafsack bis Komfort -2°C dabei. Habe den Schlafsack damals nur ein einziges Mal verwendet gehabt, ansonsten hat mir immer die Decke in den Unterkünften ausgereicht. Reicht der Komfortbereich auch für diesen Trekk, da man ja doch eine längere Zeit in höheren Höhen schläft? Gibt es auch in den Unterkünften dort Decken oder sollte zwingend ein anderer Schlafsack her? Ich hätte noch einen Sommerschlafsack mit +12 Komfort, Sollte ich den noch als Innenschlafsack oder als außen rum einpacken?
    Eine Decke kannst Du in der Regel immer bekommen. Wenn nicht zu viel los ist, auch zwei. Es KÖNNTE eng werden in der Gegend des Everest Base Cap Treks, wenn Du dort zwischen Mitte Oktober und Mitte November hinkommst. Dann ist dort nämlich die Hölle los und wenns ganz blöd läuft könnten Betten und Decken knapp werden.
    Ein kleines Risiko würdest Du mit einem derart dünnen Schlafsack also schon eingehen, um ehrlich zu sein. Minusgrade in den Zimmern sind immer möglich und ganz oben wahrscheinlich.
    Du kannst Dir in Kathmandu übrigens günstig Daunenschlafsäcke leihen oder kaufen - wesentlich günstioger als bei uns. Oder halt Kunstfaser, wenn Dir Tierschutz wichtig ist.


    Originally posted by Dorimir View Post
    Sollten Grödel eingepackt werden oder ist das unnötiger Ballast?
    Ich hab' immer Grödel dabei. Alleine schon weils mit Sicherheit nicht schneit, wenn ich Grödel dabei hab'. Murphys Law und so...


    Originally posted by Dorimir View Post
    Wie überlaufen muss ich mir den Trekk denn vorstellen? So, dass es manchmal schwer wird einen Platz in einer Unterkunft zu finden? Oder hält sich das alles im Rahmen?
    Wenn es Probleme gibt, dann NUR zwischen Mitte Oktober und Mitte November zwischen Namche und Dingboche und dann wieder zwischen Lobuche und Ghorak Shep.
    Ich würde empfehlen entweder Ende September loszulaufen, so daß Du vor den Massen am EBC bist (es könnten allerdings noch Monsunreste rumhängen und Dir den ein oder anderen Nachmittag verschleiern oder verregnen) oder dann im November loslaufen, so dass Du erst am EBC bist, wenn die anderen schon wieder weg sind. Dann ist es allerdings wesentlich kälter als vorher. Du kannst also wählen zwischen Regenrisiko, Menschenmassen und Kälte. Klingt jetzt aber schlimmer, als es tatsächlich ist.


    Originally posted by Dorimir View Post
    Kennt von euch vielleicht jemand eine Tour Company, die mir nur die Ausrüstung (Steigeisen, Pickel, Helm, Kleidung, Steigeisenfeste Stiefel) und den Führer für den Island Peak stellt, bis dorthin möchten wir allerdings alleine laufen. Kann mir aber nur schwer vorstellen, dass sowas überhaupt möglich ist.
    In Bolivien habe ich schon einmal einen 6000er mit entsprechender Ausrüstung bestiegen, bin also nicht komplett unwissend was das angeht.
    Naja, entweder Du findest eine Agentur, die bereits einen Bergführer im Khumbu hat (könnte ich mir gut vorstellen), oder Du bezahlst seine Anreise. Ob Du dann zwischen Lukla und Island Peak Base Camp neben ihm herlaufen willst, oder nicht, liegt wahrscheinlich bei Dir.
    Übrigens: Leute, die den Island Peak vorhaben gehen die 3 Passes oft anders rum, so daß der 6000er zum Schluss kommt. Das hat dann widerum Auswirkungen auf die Zeitplanung, bzw. wann Du in der EBC Gegend bist, wo die meisten Leute sind.


    Originally posted by Dorimir View Post
    Gibt es andere Wanderungen für einen 3 Wochen Zeitraum die ihr mir ans Herz legen könnt?
    Klar, aber da kommt's dann drauf an, was Dir wichtig ist.
    In 3 Wochen kannst Du südlich der Annapurna kreuz und Quer durch die Hügel wandern, zum Beispiel Mohare Danda, Kopra Danda, ABC, Mardi Himal... alles ohne Guide möglich und hervorragend miteinander kombinierbar.
    Du kannst den Manaslu Circuit machen, das dann aber nur mit Guide.
    Du kannst in die Langtang Gegend und dort den Tamang Heritage Trail, den Langtang Trek, Gosainkund Trek und Helambu Trek machen und so von der tibetischen Grenze bis zurück nach Kathmandu laufen. Den Trek hab' ich so übrigens von einenhalb Jahren gemacht und ein paar kleine Videos dazu gedreht: https://www.youtube.com/playlist?lis...XBDE7LLx1un0K5
    Oder wenns ein bisschen abenteuerlicher sein darf: Makalu Base Camp geht inzwischen ohne Zelt.
    Kanchanjunga Base Camp geht inzwischen auch ohne Zelt. Wenn Du Nord- ünd Süd-Base Camp machen willst, brauchst du aber 4 Wochen dazu.
    Einige kürzere Treks in Dolpo gehen ohne Zelt... Rolwaling geht ohne Zelt, dauert aber nur 'ne gute Woche.
    Mustang geht ohne Zelt, aber da kosten die Permits ein Vermögen.
    Was man Dir davon empfehlen kann, kommt ganz drauf an, was Du suchst.

    Die 3 Passes sind schon extrem beeindruckend und schön. Vor allem, wenn man noch nie im Khumbu war.


    Originally posted by Dorimir View Post
    Danke und Grüße
    Dorimir
    Bitte
    Last edited by Butters; 02-07-2020, 06:06 AM.

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    • #3
      @Butters: Vielen Dank für deine Antworten.
      Einen wärmeren Schlafsack werde ich mir wohl dann am Besten wirklich noch zulegen, die Nächte nicht schlafen zu können weil ich frieren, möchte ich wirklich nicht.. Wenn ich mir einen in Nepal kaufen würde, kannst du ein Geschäft empfehlen, welches Daunenschlafsäcke in anständiger Qualität verkauft?

      Mir wurde nun auch schon empfohlen nicht nur Grödel, sondern auf jeden Fall Steigeisen mitzunehmen. Wenn wir erst im November losgehen könnte das vielleicht notwendig sein?

      Das loslaufen ende September hat sich ein wenig relativiert es geht frühstens der 29.09, da meine Begleitung früher nicht kann.
      Ich denke, dass wir dann eher im November starten. Auf wie viel kältere Temperaturen muss man sich da denn dann einstellen?

      Bisher ist angedacht, den Three Passes Trek gegen den Uhrzeigersinn zu lauen, da ich gelesen habe, dass die Aufstiege so angenehmer sind. Sollten wir den Island Peak machen, ist es wahrscheinlich eine gute Idee im Uhrzeigersinn zu laufen, allein schon wegen der besser Akklimatisation.

      Danke für die ganzen Tipps für die anderen Wanderungen. Die muss ich mir auch mal noch näher zu gemühte führen.
      Die 3 Passes sind schon extrem beeindruckend und schön. Vor allem, wenn man noch nie im Khumbu war.
      Höre ich sehr gerne :-)

      Für den Three Passes Trek, gibt es da einen guten Reiseführer? Ich hab irgendwie immer gerne noch ein Buch in der Hand wo man ein bisschen drin stöbern kann.
      Die Karte der Evererst Region kaufe ich mir auf alle Fälle auch mal vorab.

      Grüße
      Dorimir

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      • #4
        Ich würde Dir gerne das Geschäft empfehlen, in das ich in der Regel gehe, aber ich weiß nicht, wie das heißt. XD Wenn man vom Best Shopping Center nach Süden geht, Richtung Shonas Alpine, ist es auf halbem Weg rechts in einem Hinterhof.

        Steigeisen brauchst Du für die 3 Passes wirklich nicht. Ob für Island Peak weiß ich nicht.
        Im Uhrzeigersinn ist die Akklimatisiserung für den Island Peak besser, d.h. Du bist besser akklimatisiert wenn Du dort ankommst. GENERELL ist die Akklimatisierung in dieser Richtung aber nicht besser auf den jeweils ersten Pass bezogen, weil Du Richtung Kongma La einfacher akklimatisieren kannst, als von Thame aus zum Renjo La. Außerdem sind alle drei Pässe so schwieriger. Also im Uhrzeigersinn würde ich es wirklich nur machen, wenn Ihr definitiv den Island Peak dranhängen wollt.
        Es gibt das blaue Trekking in the Everest Region vom Himalayan Map House. Das hab ich und das ist empfehlenswert.
        Außerdem gibt es den Trailblazer, der letztes Jahr erst in der neuen Auflage rausgekommen ist und der wohl noch besser sein soll - hab' ich aber nicht.
        Für Trekking in Nepal generell kann man immernoch den Lonely Planet empfehlen, der gibt eine gute Übersicht.

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        • #5
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          Also ca. wo der rote Kreis ist?

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          • #6
            Ja, ziemlich genau da. Da geht's so 50 Meter in einen Hof aber Du siehst von der Straße aus schon die große Ladenfront. So ca. 2 bis 3 Garagentore breit und alles offen. Ist im Gegensatz zu den meisten anderen Läden ein recht großes Geschäft. Der Chef spricht gut Englisch und berät auch (für mein Empfinden) sehr gut.

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            • #7
              Hallo Dorimir,

              ich habe vor zwei Jahren den Annapurna Circuit gemacht und letztes Jahr Mitte November den "2 passes trek" (Cho La Pass und Kongma La Pass) mit anschließender Besteigung des Island Peaks. Auf dem Trek war ich alleine unterwegs, nur für den Island Peak habe ich mir einen Guide genommen. Also recht ähnlich, wie du es planst.

              Ähnlich wie beim Annapurna Circuit kann man hier auch in den Lodges übernachten. Diese sind oft größer und etwas besser ausgestattet (Western Toilet, warme Decken, bessere Fenster), aber auch teuerer als in der Annapurna Region. Ich war beide Male mit einem Schlafsack mit einem Komfortbereich von bis zu -1°C unterwegs. Ich fand diesen genau richtig, auch wenn es morgens im Zimmer leichte Minusgrade hatte. Wenn du beim Annapurna Circuit nicht gefroren hast, dürfte der Schlafsack hier ebenfalls passen. Den Sommerschlafsack würde ich nicht mitnehmen, da man sehr schnell in höhere Gebiete kommt und im Gegensatz zur Annapurna längere Zeit in einer Höhe von über 4500 m bleibt.

              In den meisten Orten hatte ich keine Probleme eine Unterkunft zu finden. Nur in Gokyo und Gorak Shep bekam ich nicht auf Anhieb ein Bett. Aber spätestens in der dritten Unterkunft in der ich fragte, kam ich dann unter.

              Ich hatte ein paar Mikrospikes dabei, die am Cho La Pass recht hilfreich waren, ansonsten waren diese nicht erforderlich.

              Für den Island Peak sind jedoch zwingend Steigeisen, Pickel, ein wärmerer Schalfsack, ... notwendig. Dies kann man jedoch alles in Chukkung leihen.
              Die Besteigung hatte ich im Voraus bei Greenvalleytreks gebucht: https://www.greenvalleynepaltreks.co...-chhukung.html
              Dies war recht unkompliziert. Ich habe am Tag bevor ich nach Lukla geflogen bin, das Büro in Kathmandu besucht, dort die Tour bezahlt und alle notwendigen Infos bekommen. In Chukkung habe ich dann meinen Guide getroffen und die benötigte Ausrüstung bekommen. Ich hatte das Glück, dass ich den Guide für mich alleine hatte. Oft sind 5 bis 10 Personen in einer Gruppe.
              Im nachhinein habe ich erfahren, dass man meinen Guide auch direkt buchen könnte: https://climbingguidenepal.com/

              Ich hoffe dir hiermit etwas weitergeholfen zu haben.
              Gruß Andreas

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              • #8
                Hallo Andreas,

                Vielen Dank für deinen Antworten. War ein paar Tage unterwegs deswegen kann ich heute erst schreiben.

                Das hört sich auf alle Fälle schon Mal super an. Wir haben uns jetzt schon Mal drauf geeinigt, dass wir erst Anfang November losgehen um den größten Massen zu entkommen.
                Aber wie sich das anhört war auch Mitte November noch einiges los. Aber in was will man erwarten wenn man in diese Region geht :-)

                Danke für den direkten Link um mit dem Guide in Kontakt zu treten.


                Grüße Dorimir

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                • #9
                  Jetzt habe ich doch nochmal eine Frage und ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
                  Wir möchten von Jiri aus starten. Dafür benötigt man wohl zusätzlich zu dem Permit für das Everest Region noch dieses Permit Gaurishankar Conservation Area Project Entry Permit.
                  Muss man dieses in Kathmandu im Tourist Office kaufen oder ist das auch auf dem Trek erst möglich?
                  Diese beiden Permits Sagarmatha National Park Entry Permit and Khumbu Pasang Lhamu Rural Municipality Entry Permit brauche ich zusätzlich auch noch?
                  Diese kann man in Manjo kaufen korrekt?

                  Wenn das korrekt ist und ich alle Permits auf dem Trail kaufen kann, dann wäre das Zeitlich für uns perfekt, dann könnten wir am Tag nach dem wir in Kathmandu angekommen sind nämlich direkt los mit dem Bus nach Jiri.

                  Das TIMS benötige ich so wie es aussieht nicht?

                  Danke und Gruß
                  Dorimir

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                  • #10
                    Beim Gaurisankar bin ich mir nicht sicher. Die andern beiden bekommst Du aber sicher in Monjo. TIMS brauchst Du nicht. Anscheinend waren es die Leute im Khumbu leid nichts von Kuchen abzubekommen, haben aufgehört TIMS zu prüfen und erheben jetzt stattdessen diese Local Tax und behalten das Geld. Zumindest hab ich's so verstanden.
                    Wenn'S nicht Jiri sein muss, kannst Du auch nach Salleri fahren, das sollte außerhalb Gauri Sankar Zone sein.

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                    • #11
                      Danke für die Antwort Butters

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