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Zu wenige Touristen im Annapurna Gebiet? - ACAP gierig und weltfremd

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  • Zu wenige Touristen im Annapurna Gebiet? - ACAP gierig und weltfremd

    Der Annapurna Circuit ist offenbar bis Manang und ab Jomsom nur noch eine Jeep-Autobahn und in den Lodges auf dem Weg zum ABC stapeln sich die Trekker und das ACAP Kommitee beschwert sich, daß zu wenig Leute kommen:

    Chair of Annapurna Conservation management Committee, Tej Gurung said that it is very attractive to observe the beautiful scenario, streams, herbs and birds at the bottom of mountain. But due to the lack of infrastructures and lack of promotion, the numbers of visitors in Mt. Annapurna is not satisfactory and if there is good infrastructural development of the region then it will benefit the locals, state government and provincial government as well.
    https://www.tourismmail.com/mt-annap...nd-development

    Und derweil bauen wir eine Gondelbahn von Pokhara nach Muktinath:
    https://english.onlinekhabar.com/cab...few-years.html

    So killt man seine Cash Cow. Die werden sich wundern, wie viele Trekker dann noch in die Gegend kommen.

    Ich hab' vor heuer im Oktober das Stück von Tadapani nach Jomsom zu gehen und bin froh das für dieses Jahr geplant zu haben. Für die Zukunft scheint's langsam echt düster auszusehen...

  • #2
    Dieses oder so ähnliches Thema hatten wir schon mal vor Kurzem. Nicht Quantität (Besucherzahl) sondern Qualität (Aufenthaltsdauer) bringt nachhaltig Einkommen.
    Die Idee der Gondelbahn nach Muktinath find lustig. Hat da wieder Einer bei den Babas am Chillum gezogen?

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    • #3
      https://www.tourismmail.com/construc...ho-lake-begins

      MUSTANG, June 20: Construction of a road stretching from Thini of Gharpajhong rural municipality in Mustang to the Tilicho Lake has begun here. The lake is located at the highest altitude- 4,919 meter.



      Infrastructure development office in Myagdi began the opening of track from Thini village of Gharpajhong rural municipality to Tilicho Lake. Earlier, 2-km long road from Thini to Tangdung was built.

      Rs 5 million has been allocated for the construction of the road. State Assembly member Chandra Mohan Gauchan informed that the budget would be allocated in the next fiscal year as well to complete the construction. For lack of roadway, it takes more than two day's trek to reach the Tilicho Lake from Thini. RSS

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      • #4
        Ja, davon träumen die Leute in Jomsom schon lange. Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass die westliche Rucksack-Trekker noch die relevante Gruppe im Tourismus sowohl in Jomsom wie in Manang sind. Denn seit einigen Jahren boomt der innernepalische Tourismus mehr und mehr. So gehen jetzt hunderte junger Nepalis zum Tilicho See und zu Dashain gab es einen 20 km langen Bus Stau in Richtung Jomsom/Muktinath. Wenn dann mal die Straße nach Jomsom vollständig verbreitert und geteert ist, wird der motorisierte Tourismus nochmal eine Sprung nach oben machen.

        Aber auch in unseren Alpen verlangt ja keiner, mehr, dass man erst drei Tage zu den Bergenwandern muss sondern führt di eStraßen gleich zu den Parkplätzen im Gebirge.

        Ich vermute dass dann viele unbedarfte Touristen aus Nepal und Indien gleich in einem Tag von Pokhara nach Muktinath fahren werden und dort fürchterlich von der Höhenkrankheit gebeutelt werden ( und erfahrungsgemäß auch ein paar westliche Idioten, die es eigentlich hätten besser wissen können). Wenn man nur von Jomsom in einem Tag zum Tilichosee hochfährt und dann gleich wieder zurückfährt könnte es sogar gut ausgehen. Allerdings kann man weiterhin die ganze Annapurnarunde fast vollständig auf schönen NATT-Wegen abseits der Straße gehen. Man sieht dann die ganzen Busse auf der anderen Flussseite eher wie kleine Spielzugautos wo sie weiter nicht stören.

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        • #5
          Letzten Herbst waren die Hütten in Gosainkund auch voller kotzender nepalesischer Jugendlicher.
          1. Tag von Dunche nach Shin gompa (3100m), 2. Tag nach Gosainkund (4400m). 3. Tag kotzend wieder runter stolpern. Scheint ein typisches langes Wochenende für den gestressten Städter zu sein.

          Aber zurück zum Annapurna:
          Tagsüber stört mich persönlich die Straße ähnlich wenig wie Dich, wenn ich auf einem NATT Trail unterwegs bin. Ich kann aber verstehen, daß das ganze Gebiet an Reiz verliert, wenn es zugänglicher wird. Die Vorstellung von relativer Abgeschiedenheit hat ja auch mit Romantik und mit Exklusivität zu tun. Vorher MUSSTE man sich die Aussicht erarbeiten. Heute (oder in Zukunft) kann jeder unfitte Klops den Tilicho Lake genießen.
          Ich kenne übrigens auch Leute, die in den Alpen Berge mit Seilbahnen meiden.
          Das aber nur als Erklärung, dass ich Leute, die die Straße stört gut verstehen kann. Mich stört sie wie gesagt tagsüber nicht. Sie hat ja auch viele Vorteile. zum Beispiel die bessere Versorgung mit Gütern und medizinischer Hilfe für Einheimische und Trekker.

          Abends, in der Lodge sieht das dann aber anders aus und da gibt es dann auch Dinge, die mich selbst stören, siehe die Episode aus Gosainkund. Da war an Schlaf nicht zu denken. Auch, weil unser Zimmer recht nah an der Toilette war.
          Ferner stört mich nicht ein kurzes Stück auf der "Straße" zu laufen, solange kein Verkehr ist. Wenn die Straße aber sehr sandig ist und nach jedem Jeep 5 Minuten der Staub in der Luft steht ist das wirklich nicht schön!


          Bitte versteht mich nicht falsch! Ich will weder den Nepalis ihre eigenen Berge verbieten, noch bin ich gegen Straßenbau in entlegene Regionen- Das sind lediglich meine persönlichen, subjektiven Empfindungen, wenn ich dort unterwegs bin.
          Ich denke wenn man das Annapurnagebiet weiter für Indische und Nepalesische Touristen herrichtet, wird man damit rechnen müssen einen Großteil der westlichen Touristen zu verlieren. Die Bedürfnisse und Vorlieben scheinen doch sehr unterschiedlich.


          Für mich selbst bin ich froh die ganzen populären Routen langsam abgehakt zu haben. In den nächsten Jahren werde ich mich voraussichtlich auf Makalu und Kanchenjunga konzentrieren.


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