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Erhöhung der Visagebühren für Touristen

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  • Erhöhung der Visagebühren für Touristen

    Demnächst sollen die Visa Gebühren erhöht werden. Irgendwie etwas schizophren, da will Nepal nach offiziellen Plänen bis 2020 2 millionen touristen anlocken (von 1,2 mio aktuell) und dann erhöhen sie die Visagebühren
    https://thehimalayantimes.com/kathma...or-foreigners/

  • #2
    Sehe es nicht als schizophren, wenn für westliche Besucher die Visa Gebühr um 5 € erhöht wird und gleichzeitig für China Visa Freiheit gilt. Das nennt man Politik.

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    • #3
      Oder Korruption...

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      • #4
        Originally posted by Andrees View Post
        Demnächst sollen die Visa Gebühren erhöht werden. Irgendwie etwas schizophren, da will Nepal nach offiziellen Plänen bis 2020 2 millionen touristen anlocken (von 1,2 mio aktuell) und dann erhöhen sie die Visagebühren
        https://thehimalayantimes.com/kathma...or-foreigners/
        Ich glaub' jetzt aber ehrlichgesagt auch nicht, dass viele wegen 10 Euro mehr Visagebühr woanders hinfahren.

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        • #5
          Nun ja, in der Summe kommt da schnell was zusammen. Für uns Wiederholungstouristen ist dass auch nicht so relevant, denn gegen den Nepalvirus gibt es nun mal kein wirksames Mittel.
          Anders sieht es dagegen bei Leuten aus, die es sich zum ersten Mal überlegen. Da gibt es ja viele alternativen. Und die Visagebühr ist ja nur eine von vielen Abgaben. So wurde TIMS von TAA, der Organisation der nepalischen Trekkingagenturen, ursprünglich vorgeschlagen um, Trekker zu zwingen, mit einer TAAN Trekkingagentur zu gehen und nebenbei einen dicken Geldtopf zu haben. Sie wurde dann erst eingeführt, als auch das nepalischen Tourist Board NTB am Geldsegen beteiligt worden ist. Der Leiter wurde später wegen Unterschlagung von Millionen Rupien abgesetzt. Da er aber wohl einen großen Teil an Politiker weitergereicht hat wurde er nie zur Rechenschaft gezogen. Aber so muss jeder Trekker seien 20 USDE bezahlen, ohne dass TIMS zu einer größeren Sicherheit geführt hat. Auch bei Gebühren wie ACAP usw. Beklagen sich die Lokalbevölkerung, dass das Geld nur zum kleinen Teil bis zu ihnen kommt. Besonders ärgert mich auch, dass für viele Gebiete die Permits nur für zwei Touristen ausgestellt werden können. Die Trekkingagenturen freuen sich, da sie dann noch für eine zweite fiktive Person die Permits ausstellen können. Das führt dann zum Beispiel bei einer kombinierten Tsum & Manaslutour zu folgenden Abgabenkosten. 2x MCAP zu je 3000 NPR ca. 50 USD, zwei Mal TIMS zu je 1000 NRP =15 USD, 2 x zwei Wochen Manaslu zu je ( 2x70 USD) Permit 280 USD, zwei Mal eine Woche Tsum Valley zu je 35 USD = 70 USD. Visum 30 Tage= 30 USD. In der Summe kommen da für einen Monat und einem Einzelreisenden trotzdem 480 USD zusammen. Das ist dann schon ein abschreckender Betrag. So bin ich nicht der einzige, der wegen dieser teilweise nicht berechtigten Doppelgebühren eben schon mal auf die Manaslurunde verzichtet habe. Bei Naar Phu musste ich nicht nur alle Gebühren für zwei Personen hinblättern, sondern zusätzlich eine Liste der mitgenommenen Lebensmittel für uns „beide“ vorlegen. Da man mittlerw4eile in den Lodgen ausreichend Essen bekommt, haben wir natürlich nichts mitgeführt mussten aber dennoch auf die fiktiven Lebensmittel Mehrwertsteuerbezahlen auf die dann die Agentur zusätzlich ihre Servicecharge aufschlug. Das sind für mich Beispiele, wie man die Touristen als prima Melkkuh ansieht. Aber dann soll man sich nicht illusionierte Ziele setzten wie die Anzahl der Touristen innerhalb von 2 jahren um 66 % zu erhöhen. Vielleicht geht es ja mit Chinesischen Touristn, denen man gerade zur Tourismusförderung die Visa erlassen hat ;-) .

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          • #6
            Bei den sonstigen Permits hast Du natürlich vollkommen Recht! Ich finde die Preise für Upper Dolpo (nun auch 500 Dollar), Mustang und so weiter auch ziemlich erschreckend. Aber hier ging's ja um's Visum allein.

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            • #7
              Nun ich sprach nicht nur die visumgebühr an sondern sehe den Wiederspruch zwischen hochtrabenden Zielen für eine Erhöhung des Tourismus und den tatsächlichen Regelungen, was man ihnen alles abverlangen will. Schon oft hab eich von nepalis gehört, dass man den Qualitätstouristen wei in Bhutan haben möchte. Dabei wird vollständig übersehen dass wegen den hohen Gebühren nur viel weniger Touristen hingehen und dementsprechend auch viel weniger Leute durch dne Tourismus Arbeit und Einkommen haben.

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              • #8
                Wie ist das jetzt aktuell im Khumbu? Ich habe gehört, dass zumindest einige Ortschaften von jedem Touristen ein Art "Ortstax" andere sagen "Bettensteuer" von 500 - 700 RS kassieren. Soll auf alle Orte ausgeweitet werden! Weiss jemand näheres, konkretes?
                Gruß
                Klaus

                Schon gehört..... Mein Buch über Nepal ist auf dem Markt.....
                "Unter Gebetsfahnen, Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal"
                https://unter-gebetsfahnen.de/

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                • #9
                  Originally posted by Klaus View Post
                  Wie ist das jetzt aktuell im Khumbu? Ich habe gehört, dass zumindest einige Ortschaften von jedem Touristen ein Art "Ortstax" andere sagen "Bettensteuer" von 500 - 700 RS kassieren. Soll auf alle Orte ausgeweitet werden! Weiss jemand näheres, konkretes?
                  Was ich aus dem Tripadvisor Forum rauslesen konnte ist, daß man sich wohl am Ortseingang einen Übernachtungsvoucher kauft, den man dann in der Lodge (statt Geld) abgibt. Es soll wohl verhindern, daß die Lodges günstigere Übernachtungen anbieten müssen um Touristen zu locken.
                  Allerdings dachte ich die Lodges da oben wären immer gut voll... Irgendwie glaub' ich auch nicht, daß die Lodges dann wirklich alle 500 bekommen. Da geht bestimmt wieder was für die Bettenmafia weg.

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                  • #10
                    Bei anvisierten 2 Mio Massentouristen wird mir Angst und Bange um das Land.
                    Es wäre interessant, etwas über die durchschnittliche Verweildauer der Touristen zu erfahren. Wenn ich mir so die Angebote diverser Agenturen ansehe, kann für die Menschen nicht viel übrig bleiben. In 12 Tagen den 3 Passes Trek oder in 10 teilweise sogar in 8 Tagen rund um die Annapurna ist kein beiderseits verantwortlicher Tourismus. Die Touris sind fix und alle, haben nichts von den Nepalis mitbekommen und kommen nie mehr wieder. EBC, Nepal abgehakt. Das meiste Geld dieser Kurz Reise geht für's Ticket drauf, dann kommt die Agentur, mit oft erbärmlicher Bezahlung ihrer Angestellten. Die angesteuerten Guesthouses und Restaurants bezahlen auch Commission an die Guides der Agentur. Wie viel bleibt da noch übrig für den arbeitenden Teil, Cooks, Cleaning Women, Porter für's Bier auf dem Thorong La,....? Die für 15 Tage 5 € mehr werden keinen von diesen Ferien abbringen. TIMS und National Park Eintritts Gebühr finde ich auch nicht hoch, was mit diesem Geld geschieht liegt in der Hand des korrupten Systems in Nepal, das der Normal Tourist auch nicht mitbekommt. Einige Länder oder Städte Europas (Venedig, Athen, Dubrovnik...jetzt soll auch Machu Picchu in Peru zumindest teilweise geschlossen werden) haben dieses Problem erkannt und versuchen diese Geister, die sie riefen, wieder loszuwerden. Nepal ist noch relativ unverdorben und braucht deshalb einen sanften nachhaltigen Tourismus statt Massendurchschleusung der Tourismus Industrie. Diese reagiert sehr schnell, siehe Sri Lanka.

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                    • #11
                      Genau deswegen würde ich einfach Personentransporte (außer Notfälle) bis hinter Soti Khola am Manaslu- oder bis hinter Besisahar am Annapurna-Circuit verbieten. Es verringert den Verkehr, der dem Tourismus schadet, es vermindert Höhenkranke Besucher, die dem Tourismus schaden, es verhindert überfüllte Lodges und es verhindert Instagrammer, die sich in Sneakers den Pass hochschleifen lassen. Wer nur 10 Tage Zeit hat, geht eben zum Poon Hill und nicht den Annapurna "Circuit". Von Circuit ist bei einer Jeeptour nach Manang, drei durchgekotzten Nächten am Pass und einer Jeepfahrt von Muktinath nach Pokhara eh keine Rede mehr.
                      Wenn man die Besucher so "zwingt" 20 Tage auf dem Trek zu verbringen, bleibt dort auch mehr Geld.

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                      • #12
                        Womit wir dem von Andrees weiter oben angesprochenem 'Qualitäts Tourismus' ohne 'Eintrittsgebühr für Reiche' einen Schritt näher kämen. Würde noch das 2 Wochen Visum abschaffen. Für 2 Wochen Urlaub von Europa nach Nepal zu fliegen ist eh völlig ökologischer Schwachsinn.

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                        • #13
                          Laut Statistik des "Ministry of Culture, Tourism & Civil Aviation" liegt die durchschnittliche Verweildauer von Touristen bei knapp 13 Tagen.
                          Dabei ist allerings zu beachten, dass das Hauptkontigent an Touristen in Nepal aus Indien und China kommt, da greift dann auch das Thema Visa Gebühr nicht.
                          Gruß
                          Klaus

                          Schon gehört..... Mein Buch über Nepal ist auf dem Markt.....
                          "Unter Gebetsfahnen, Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal"
                          https://unter-gebetsfahnen.de/

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                          • #14
                            Hab ich passend gefunden. Mehr Touristen, weniger Einnahmen
                            http://kathmandupost.ekantipur.com/n...ess-money.html
                            Last edited by Bodo Bhai; 05-17-2019, 09:06 AM.

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