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Zecken und Borreliose in Nepal

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    Zecken und Borreliose in Nepal
    Ein Thema was bisher kaum in Reiseführern beschreiben wird, aber trotzdem immer relevanter wird, sind Infektionen mit Borreliose durch Zeckenbisse. Vor drei Jahren hat es meinen Freund Hans in Langtanggebiet erwischet und ich wurde letzten Dezember in Pokhara an einem Abend von drei Zecken! ! ! erwischt, und alle haben Borreliose übertragen :-(

    Was ist Borreliose?
    Borreliose ist eine bakterielle Krankheit die unbehandelt langfristig zu sehr großen Gesundheitsschäden und den unterschiedlichsten Symptomen führen kann. Mit zunehmendem Abstand wird die Behandlung immer schwieriger. Wikipedia

    Woran erkennt man eine Infektion?
    Wenn man eine Zecke findet, muss man in den folgenden Tagen besonders die Einstichstelle beobachten. Bildet sich drum herum ein roter Fleck der sich ausweitet oder ringförmig erweitert spricht man von einer Wanderröte- normalerweise das Anzeichen, dass man infiziert worden ist. Aber bei einem Drittel der infiziert tritt sie dummerweise nicht auf.
    Wenn ein vermeintlicher Mückenstich auch nach zwei Wochen ein dicker Knubbel bleibt kann dies auch ein Hinweis auf Borreliose sein. Bei mir ist der erste Knubbel noch nach über 5 Jahren sichtbar. (Die erste Infektion war gute deutsche Zeckenwertarbeit im Odenwald).
    Nachweis: Man kann im Labor Antikörper im Blut nachweisen- dass gelingt aber leider nicht immer zuverlässig.

    Was tun?
    Wer kurz vor der Rückreise steht, sollte gleich nach der Rückreise seinen Hausarzt aufsuchen. Und ihm sagen, dass Borreliose in Nepal im ganzen Land vorkommt! Die wenigsten Ärzte wissen das und sind ganz erstaunt. Aber das war ich zugegebener Maßen ja auch.

    Behandlung:
    Je früher man mit der Behandlung anfängt, desto größer sind die Chancen, die Infektion beenden zu können. Im Internet wird zwei bis drei Wochen das Antibiotikum Doxycyclin empfohlen, was man in Nepal an jeder Apotheke bekommt. Auch Amoxicyclin soll wird als wirksam angegeben. Ein Besuch bei einem einheimischen Arzt kann sicher nicht schaden aber bei einer Wanderröte auf dem Trek würde ich nicht lange abwarten wollen.
    Nebenwirkung der Antibiotikagabe: Die ersten tage merkt man weniger, aber spätestens nach zehn Tagen wird man schwächer und es wird mit jedem Tag unangenehmer. In der dritten Wochen ist man regelrecht Antibiotika-vergiftet und es geht einem richtig schlecht.
    Bei meiner letzten Infektion habe ich zusätzlich das Antibiotikapulver aus einer Kapsel in einer Creme aufgelöst und direkt um die Einstichstelle geschmiert- darauf hat sich die Röte und Schwellung deutlich schneller verringert. Aber das ist natürlich in keinster Weise wissenschaftlich untersucht.

    Ich wünsche euch allen einen gesunden Trek OHNE Zeckenstich
    Andrées



  • #2
    Hi.
    Mich hats letzten Frühjahr ziemlich erwischt.
    Ich bin mt meiner Freundin mit dem Motorrad von Phokara nur nach Sarankot gefahren.
    Wir sind irgendwie den falschen Weg hoch zu früh, das war ein schönes off-road Erlebnis, aber wir haben es mit Mühe und Not geschafft.
    Zwischendurch war der Weg mit hohem Gras überwuchert.
    Dort haben uns wohl die Zecken erwischt, trotz langer Motorradkleidung,denn am Abend zurück in Phokara, entdeckten wir eine Reihe von Zecken an unseren Körper, ich hatte mindestens 5, die wir entfernt haben
    ca- 2 Wochen später, längst zurück aus Nepal, fingen diese vorher unaufffälligen Stellen an zu jucken und röteteten sich.

    Ich war inzwischen wieder auf Kreta und bin daher dort in ein Dorfkrankenhaus gegangen, der Arzt dort hat das nicht gerade ernst genommen, und mir irgendeine Salbe verschrieben.
    Ich hab das ganze allerdings ernst genommen, habe recherchiert und Freunde gefragr, und hab mir die entsprechenden Antibiotka rezeptfrei bei der Apotheke geholt.

    Und hab sie ca. 4 Wochen genommen.
    Schon nach wenigen Tagen war der Juckreiz weg und die Rötungen verschwanden.
    Nachtell des Antibiotikums ist dass die Haut sehr sonnenempfndlich wird, was auf Kreta natürlich ungünstig ist und bei mir zu recht heftigem Sonnenbrand führte.

    Aber gut, besser als ernsthaft an Borelliose zu erkranken.

    Dieser Hinweis hier hat mich nochmal darin bestätigt, dass es richtig war zu handeln.Borreliose ist im Blut wohl auch erst (zu) spät nachweisbar und der Arzt schien mir an meinem Fall zu desinteressiert
    Last edited by Yakdonalds; 03-25-2018, 06:53 AM.

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