Announcement

Collapse
No announcement yet.

AMS / Höhenkrankheit

Collapse
X
  • Filter
  • Time
  • Show
Clear All
new posts

  • #16
    Dann können wir das ja so stehen lassen, dass es eigentlich nur den eine Grundsatz gibt:
    Langsam Rauf, die klassische (in 1Million17 Itnerarys beschriebenen) Etappen und Ruhetage einhalten und dann hoffen!!

    Und dann Abwägen ob man nur haudig beinand ist, es zach geht, oder man grad noch dem Tod von der Schippe gesprungen ist!

    Comment


    • #17
      Ja, so oder so ähnlich

      Aber es gibt ja noch ein paar andere Regeln wie z.B.
      1.Wie "walk high, sleep low"
      2. der Verzehr rauer Mengen Knoblauchsuppen
      3. überhaupt viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen
      4. möglichst in keine Mausefalle zu laufen, d.h. nirgends zu übernachten, wo ein sofortiger Abstieg nicht möglich ist, zumindest, wenn es noch nicht klar ist, ob der Körper auf diese Höhe schon angepasst ist.
      5. und natürlich möglichst nicht alleine unterwegs sein in hohen Gebieten abseits der Maintrails

      Und dann kann man noch diskutieren, welche Trekkinggebiete mehr oder weniger gefährlich sind, was Höhenkrankheit betrifft,
      Ich würde Khumbu als ziemlich gefährlich einstufen, wegen der Länge des Aufenthalts um und über 5000m, was man sonst in keinem anderen Gebiet so hat und überhaupt der ziemlich extremen Höhe. Und dann wäre ja noch das Einfliegen (98% der Trekker) nach Lukla (3000m), was ein ziemlich ungünstiger Auftakt ist

      Langtang ist auch sehr gefährlich, weil es ein (zu) kurzer Trek ist, und viele zu schnell hochsteigen. Hier sind auch viele unterwegs, die keine Erfahrung in den Bergen haben. Das Gebiet wird leicht unterschätzt, weil Kyanjin ja nur auf 3.900 m liegt.

      Annapurna Circuit halte ich für relativ sicher, der Thorung La 5416m ist zwar ein Kanten, aber die Akklimatisation bis Manang geschieht automatisch, sofern man wandert und nicht mit dem Jeep rauffährt und den Ruhetag in ;Manang macht, ist man auf der relativ sicheren Seite.
      Außerdem kommt man vom Thorung La/Highcamp ziemlich schnell wieder tief runter im Fall der Fälle.
      Und die meisten werden mit Respekt vor dieser Höhe an die Sache rangehen.
      Last edited by Yakdonalds; 03-31-2018, 08:40 AM.

      Comment


      • #18
        Hallo zusammen,

        ich plane für den Herbst eine etwa 18 tägige Trekkingtour im Khumbu Gebiet. Mir ist bewusst, dass weder das Alter, noch die Fitness die Höhentauglichkeit beeinflussen können. Viel wichtiger sind die Gene, aber auch das richtige Verhalten.
        An sich betreibe ich nämlich seit 2009 sehr viel Laufsport, wandere viel, rauche weder noch trinke ich viel Alkohol. Dazu kommt eine vegetarische Ernährungsweise.

        Mir ist bewusst, dass man die Schlafhöhe täglich um maximal 350m erhöhen sollte und man alle 1000 Höhenmeter einen Akklimatisierungstag einlegen sollte. Davon hätte ich deren zwei, bevor es über den ersten 5500er Pass geht.

        Ein Guide ist auch fest eingeplant.

        Was habe ich bislang gemacht?
        Ich war bereits 2016 in Nepal unterwegs und habe hier einen Teil des Annapurna Circuits (maximal zwei Mal auf 3600m ibn Bragka geschlafen und auf 4600m gewandert) absolviert, musste dann aufgrund einer Erkältung umkehren und wir haben dann binnen 6 Tagen noch das Annapurna Basecamp absolviert (maximale Wander- und Schlafhöhe waren 4100m im Basecamp).

        Wie erging es mir dabei?
        Ich bin ehrlich und froh zu sagen, dass ich keinerlei Beschwerden hatte. Noch nicht mal Kopfschmerzen. Lediglich im Annapurna Basecamp auf 4100m hatte ich beim Schlafengehen einen hohen 100-120er Puls und natürlich waren alle 3500m+ mit Aufwachen verbunden.

        Frage 1) Sind diese gemachten Erfahrungen ein gutes Zeichen dafür, dass ich auch die die neue Tour (maximale 5100m Schlafhöhe und 5500 Wanderhöhe) meistern sollte oder gibt es nochmals Unterschiede zwischen 4100 und 5100m Schlafhöhen? Im Vergleich zu 2016 würde ich hier auch zwei Akklimatisierungstage einlegen.

        Frage 2) Einige Reiseinstitute bieten Höhenvertägloichkeitstest an und verlangen dafür 79 bis 99€. Dabei werden Höhen von 3500 bis 4000m simuliert. Die Anbieter sagen aber auch, dass so etwas wie Akklimatisierung nicht berücksichtigt wird.
        Kann jemand von euch sagen, ob der Realtest in 2016 (wesentlich) aussagekräftiger ist als ein simulierter 3500/400er Test, der auch nur eine Stundengeht?

        Vielen Dank

        Comment


        • #19
          Hallo Nrwbasti,
          die Erfahrungen die du gemacht hast, sind gut. Allerdings heisst das nicht, dass wenn du auf 4.100m nicht höhenkrank geworden bist, das nicht auf 4.500 und höher passieren kann.
          Das "Geheimnis" ist halt, "pistare, pistare" wie der Nepali sagt Also, langsam, langsam.
          Und...ein Höhenverträglichkeits Test kann etwas generelles dazu aussagen, wie du mit einer, bzw. in einer bestimmten Höhe klar kommst. Sicherlich kann einen das beruhigen, hat jedoch last but not least keinen praktischen Nutzen, wenn du vor Ort auf 3.500 m + bist.
          Natürlich muss man die Zeichen seines Körpers wahrnehmen und sich entsprechend verhalten, aber man darf sich auch nicht verrückt machen!
          Das man "mal etwas Kopfschmerzen" hat und einen etwas (!) erhöhten Puls ist meistens normal und muss nicht in direktem Zusammenhang mit einer beginnenden Höhenkrankheit stehen. Sorgen musst du dir machen, wenn der Appetit verloren geht plus Kopfschmerzen, Übelkeit etc.
          Das genau ist ja die Gratwanderung, die alle gehen, die in größere Höhen wollen. Sich selbst richtig ein zu schätzen wann es "ernst wird".
          Viel Spaß bei den weiteren Vorbereitungen und Grüße aus Essen!
          Gregor - www.nepalwelt-trekking.com

          Comment


          • #20
            Also dieser Test würde ich sagen ist nicht aussagekräftig.
            Vermutlich wird fast jeder Flachländer mehr oder weniger große Kopfschmerzen bekommen bei dieser Simulation.Was soll das dann aussagen?

            Manche spüren bis 5000m vielleicht gar nix und spazieren über den Thorung La, würden aber bei einem längeren (tagelangen) Aufenthalt um die 5000m (wie im Khumbu gnadenlos höhenkrank werden, wenn sie sich nicht gut akklimatiseren.

            Also höhenkrank wird jeder irgendwann. Man spricht ja nicht umsonst von der "Deathzone" über 7900 m, wo man unweigerlich in Stunden- wenigenTagen stirbt.
            Völlig akklimatisieren kann man sich eh nur bis 5500m. D.h. ab dieser Höhe kann schon niemand mehr dauerhaft leben.

            Auch die Sherpas werden höhenkrank und sterben daran, auch wenn ihre roten Blutkörperchen genetisch so angelegt werden, dass sie besser Sauerstoff binden (oder so ähnlich) und daher die Höhe viel besser vertragen

            Und es gibt große Unterschiede von Mensch zu Mensch, manche kommen mit dem Sprung von 0 auf 2500m schon nicht klar und manche verspüren bis 5000 erstmal gar nix.
            Aber nix spüren ist eben auch nicht unbedingt ein sicheres Zeichen, denn ein Lungenödem kann eben ohne große Vorzeichen entstehen und ist zu 25% tödlich.

            Ich würde sagen, dass du zumindest dazu in der Lage zu sein scheinst, diese Höhen zu bewältigen, da du eben nicht zu den Sehr Empfindlichen gehörst. Du scheinst einfach ganz normal zu sein, nicht besonders gut, noch besonders schlecht (das wird erst bei größerer Erfahrung und großen Höhen ersichtlich)

            Aber du musst dich trotzdem nach den Regeln der Kunst akklimatisieren und sehr auf Symptome achten und im Zweifel unbedingt absteigen.
            Manchmal reicht ein Abstieg über ca. 500m und dann kannst du am nächsten Tag problemlos wieder weiteraufsteigen
            Bei schwereren Symptomen sollte man mindestens 1000m absteigen (bzw. bis man wieder beschwerdefrei ist). Ansonsten mußt du dich per Heli ausfliegen lassen.

            Eine Bergungsversicherung über mindestens 10.000 Euro solltest du schon abschließen, diese gibt es schon ab 10 Euro.
            Einen noch besseren Schutz bietet z.b. der ÖAV

            Sportliche Fitness verbessert deine Höhenanpassungschancen kaum bis gar nicht.
            Im Gegenteil, sehr fitte und junge Menschen neigen dazu zu schnell aufzusteigen und erkranken häufiger als Ältere
            Das vegetarische Ernährung was verbessert wage ich zu bezweifeln, aber viel Kohlenhydrate und pflanzliche Proteine sind trotzdem wohl das beste Bergsteigeressen, Dal Bhat halt. Im Normalfall fordert der Körper eh, was er benötigt

            Fleisch ist eh recht teuer oben, wobei im Khumbu es doch durchaus verfügbar ist.
            Viele Sherpas rauchen und meinen sogar, dass es ihnen hilft.Und bei Alkohol denke ich ist es auch so, dass es in Maßen gar nix ausmacht.Als Höhenkrankheit auslösende bzw. fördernde Faktoren gelten noch Kälte und Überansstrengung (da kann natürlich Fitness helfen, kann aber auch schnell dazu führen, dass man es übertreibt)
            Last edited by Yakdonalds; 04-23-2018, 10:38 PM.

            Comment

            Working...
            X