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Riesen Skandal um Versicherungsbetrug mit falschen "Rettungs" Helikopterflügen

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  • Riesen Skandal um Versicherungsbetrug mit falschen "Rettungs" Helikopterflügen

    Schon seit zwei Jahren machten Gerüchte die Runde, dass viele sogenannten Rettungsflüge in Wirklichkeit gar nicht nötig waren sondern nur dazu dienten, von den Versicherungsgesellschaften Geld abzukassieren. Ich wunderte mich zum Beispiel, warum von Manang aus so viele Helikopterflüge vermeintlich wegen Höhenkrankheit nötig waren, die „Kranken“ aber vorher nicht einmal zum auf Höhenkrankheit spezialisierten healthpost mit westliche Ärzten gegangen waren.
    Anscheinend gab es aber eine große Betrugsmafia in der einige der großen Helikoptergesellschaften, bekannter Trekkingagenturen und sogar renommierte Krankenhäuser wie das CIWEC mitwirkten.
    Auch die Guides bekamen Provision wenn sie ihre Kunden zu einem Rettungsflug überzeugen konnten. Und manche Agenturen boten ihre Trekkingtouren unter ihren eigenen kosten an aber verdienten dann an den Provisionen. Ich habe mich im Dezember selber mit einem kanadischen Helikopterpilot unterhalten, der dies bestätigte. Es gab sogar Lodgebesitzer und Guides die ihren Kunden Gift gaben, damit dies Durchfall bekamen und so einem Rettungsflug zustimmten.
    Auch beliebt war die Masche der Helikopterbetreiber, mehrere Leute aufs Mal auszufliegen aber dann bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften einzeln abzurechnen. Und die Krankenhäuser haben für einfach Behandlungen, die oft nicht mal nötig war manchmal tausende Dollar abgerechnet und fröhlich mitkassiert.
    Im Frühjahr hat dann eine Regierungskommission öffentlich gemacht, was sowieso schon die Spatzen von den Dächern pfiffen. Aber noch ist nicht wirklich viel passiert und schon gar nicht sind die Übertäter bisher juristisch belangt worden.
    Jetzt reicht es langsam den Versicherungsgesellschaften, die in den letzten Jahren in Nepal Millionen USD Verlust gemacht haben und sie drohen, Rettungsflüge nicht mehr abzudecken.
    So oder so, dieser Skandal kann den Ruf von Nepal als Trekking- und Tourismusziel langfristig erheblich beschädigen und ich hoffe dass die Regierung endlich konsequent durchgreift.

  • #2
    International insurance companies have warned the government that they will stop issuing travel insurance policies for tourists visiting Nepal from September 1 if it does not move to eliminate insurance fraud hatched by brokers in trekking and mountaineering agencies.

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    • #3
      International insurance companies have set a September 1 deadline for Nepal to clamp down on fraudulent helicopter rescues of tourists or they will stop giving cover, industry sources say.

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      • #4
        May 17, 2019: Swedish mountaineer Carina Ahlqvist, a team member of a research group led by NASA and the European Space Agency to study climate change, was evacuated from Camp II of Mt Makalu (8,485m) after suffering from snow-blindness while attempting to climb the world’s fifth highest peak.

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        • #5
          nichts Neues aber dafür auf Deutsch
          Nepals Behörden ermitteln gegen Veranstalter, Krankenhäuser und Fluganbieter wegen Versicherungsbetrugs. Die Beteiligten sollen Bergsteigern Abführmittel ins Essen gemischt haben.

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          • #6
            Dann wollen wir mal hoffen, dass die Versicherungen Ihre Drohung nicht war machen und keine Versicherung mehr für Nepal anbieten. Auch wenn ich die Reaktion gut verstehen kann. Diejenigen welche wirklich Rettungsflüge brauchen, wären dann die wirklichen Opfer.
            Hoffentlich werden alle schwarzen Schafe gefunden und entsprechend bestraft werden.
            Last edited by ChristianR; 08-26-2018, 09:33 AM.

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            • #7
              Ich frage mich ja, was aus den ganzen neuen Helikoptern wird, wenn ihr Haupteinsatzzweck nicht mehr funktioniert :-(
              Ein italienische BergRettungspilot der auc in nepal tätig ist, meint dass di ehälfte der Helikopter nur ohne diese Betrugsflüge unnötig seien.

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              • #8
                Es ist einfach nur unglaublich, dass einige wenige geldgierige Menschen den einzig funktionierenden Wirtschaftszweig in Nepal derart auf's Spiel setzt. Wenn man sich nicht mehr für Trekkingtouren in Nepal versichern kann, wird wohl kaum jemand noch dort trekken wollen. Mal ganz abgesehen davon, dass diese ganze Sache einfach nur ungeheuerlich ist. Wie krank muss man als Veranstalter, oder Guide sein, seinen zahlenden Kunden Gift ins Essen zu mischen um dann teure Rettungsflüge zu veranlassen und daran zu verdienen.
                Interessant wäre auch zu wissen, wie sich die großen Veranstalter wie Hauser oder Summit dazu äußern, wenn keine Versicherung mehr Trekkingreisen in Nepal versichern will.

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                • #9
                  Sind es nur einige wenige mehr oder weniger geldgierige Menschen, die Andere abzocken oder in Gefahr bringen? Tourismus ist ein sehr grossser Wirtschaftszweig geworden, doch leider nachhaltig nur zum Nutzen einiger Weniger. 14 Tage Ferien - auf zum EBC, für nur 10 Tage rund um die Annapurna, weil wir fliegen oder fahren mit dem Jeep bis...,Nepal haben wenige gesehen. Dazu gibt es dann eine tolle Versicherung. No Problem, Everybody can do. Die Tourismus Branche reagiert sehr schnell und Profit orientiert. Wenn nächstes Jahr keine Nepal- sondern Rocky- oder Anden- oder oder- Plakate in den Reisebüros hängen, strömt der Schwarm woanders hin. Was Nepal braucht, ist ein für das ganze Land nachhaltiger Tourismus, Menschen, die das Land und seine Menschen lieben gelernt und es im Herzen behalten haben. Nur durchschleusen in immer kürzerer Zeit, nach dem Motto 'I was here' nützt auf Dauer Keinem. Vielleicht hilft dieser 'Skandal' ,den All inclusive Charcter Nepals zu beenden und wirklich nachhhalitigen Tourismus zu fördern.
                  Sorry, ich liebe dieses Land und seine Menschen seit vielen Jahren.

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                  • #10
                    Mag passiert sein.(mit dem Verabreichen von Abführmitteln o.ä.) Dass das jetzt aber ne gängige Methode ist, glaube ich weniger
                    Dass Ärzte, Krankenhäuser, Guides. Lodges (werben ja sogar für Rettungsflüge auf Plakaten) da alle mit im Spiel sind, ist nix neues.

                    Bei den meisten Betrugsfällen sind allerings die Touristen doch Mitwisser oder sogar selbst die Initiatoren.

                    Auch werden bei PillePalle Problemen sofort die Helirettung in Anspruch genommen.
                    Z.B. 2 Holländer in Doban (Beginn des Manaslutreks) Der eine hatte Knieprobleme, da hat er sich sofort ausfliegen lassen, sein Trekkingpartner, der vollkommen gesund war, gleich dazu. Der hätte eigentlich anteilmäßig dafür selbst aufkommen müssen

                    Dabei hätte man den einen auch problemlos per Maultier/Jeep zurückbringen können. Und das in vollkommen angemessener Zeit.
                    Ein Knieproblem ist ja kein Notfall.

                    Natürlich erhöhen die Versicherungen die Beiträge bzw. streichen/kürzen Leistungen wegen dieser Massenbetrügerei und den Schaden haben dann wir.

                    Besser wäre es die Leute wegen Versicherungsbetrug ranzubekommen...

                    Es ist vielleicht ganzt gut, dass das publik wird, so erhöht sich die Hemmschwelle vielleicht.
                    Last edited by Yakdonalds; 08-28-2018, 10:43 PM.

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